03 Feb

Drohnen im Baugewerbe: 3D-Modelle liefern ein genaues Abbild der Realität

Informationen sind das Öl des 21. Jahrhundert. Das gilt genauso für das Baugewerbe, wo die richtigen Daten einen entscheidenden Unterschied machen. Genaueste Abmessungen des Baugrundes, von Flächen, Steigungen, Winkeln, Abständen und vom aktuellen Baustand sind grundsätzlich unerlässlich. Doch bis heute ist es üblich, im Vorfeld und während der Bauarbeiten das gesamte Gelände zu begehen und manuell zu vermessen.

Mit einer Drohne gelingen derartige Prozesse aus der Vogelperspektive deutlich schneller und einfacher. Mit ihren präzisen und flexiblen Flugeigenschaften kann sie elegant über den Baugrund schweben, ohne dass sie von Aspekten wie Geländebeschaffenheit, Material oder Baumaschinen beeinträchtigt wird. Darüber hinaus können erheblich mehr Daten erhoben und im Anschluss zur Analyse herangezogen werden. HD-Videoaufnahmen sind schon mit Hobbymodellen aus dem Elektrohandel möglich. Doch moderne Industriedrohnen sind weit leistungsfähiger und können bis zu 2,5 Kilogramm Traglast aufnehmen. Zudem kann an ihnen auch ein noch umfangreicheres Kamera- und Mess-Equipment angebracht werden. Die Computertechnik ermöglicht es heute, mit Drohnen hochgenaue 3D-Modelle (Punktwolken) zu erfassen.

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15 Jan

Digitalisierte Baustelle: Wie Bauleiter die Effizienz steigern und viel Zeit sparen können

Der Bauzeitenplan eng getaktet, der Bauherr im Nacken: Auf der Baustelle muss es schnell gehen. Zeitfresser wie das Mängelmanagement und das Bautagebuch sind da genauso ungern gesehen wie die Aufgabenverwaltung mit den Gewerken. Umgehen können Bauleiter diese Zeitfresser, indem sie ihre Baustelle digitalisieren – zum Beispiel mit Capmo. Mit intelligenten Funktionen soll die Software, die für alle gängigen Betriebssysteme und Endgeräte geeignet ist, langwierige Prozesse am Bau vereinfachen. Bauleiter sparen damit bis zu 60 Prozent Zeit auf der Baustelle.

Zu den größten Zeitfressern auf der Baustelle zählt das Mängelmanagement, das häufig manuell mit Stift und Digitalkamera durchgeführt wird. Mit der mobilen Capmo-App nehmen Bauleiter Mängel auf der Baustelle in einem Ticket auf – inklusive exakter Verortung, Foto, Beschreibung, Frist und Zuweisung an einen Verantwortlichen. Die App informiert den Projektbeteiligten automatisch über die zugewiesene Aufgabe und leitet deren Bearbeitungsstatus wiederum an den Bauleiter weiter. Der Vorgang ist erledigt — ohne, dass eine einzige E-Mail verschickt wurde.

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30 Dec

3D-gedruckte XL-Architekturlösungen und Innenraumprodukte

Auf der CES 2021 gab das Unternehmen Aectual den globalen Beta-Start seiner 3D-Druck-Plattform sowie den Beta-Start seines kommerziellen Webshops für Verbraucher bekannt. Aectual ermöglicht 3D-gedruckte Architektur- und Innenraumprodukte wie Terrazzo-Kunstwerke, Bodenbeläge, Armaturen, Wandverkleidungen, Säulen, Fassaden, Treppen, Raumteiler, Pflanzgefäße und Tischschirme und sogar ganze Gebäude, die alle aus 100 % nachhaltigen, recycelten und erneuerbaren Materialien hergestellt werden. Darüber hinaus soll der Aectual Design-to-Delivery-Prozess die Kosten für maßgefertigte architektonische Produkte um 50 Prozent reduzieren, bis zu zehn Mal schneller sein im Vergleich zu herkömmlichen Entwurfs- und Fertigungsprozessen, Abfall minimieren, den Materialverbrauch reduzieren und die CO2-Emissionen senken. Continue reading

13 Nov

Strategische Innovation: intern oder extern – wo werden Innovationen eigentlich geschaffen?

Was lassen sich deutsche Unternehmen einfallen, um die digitale Transformation ihres Geschäfts erfolgreich anzugehen? Dieser Frage widmet sich eine Studie der TU München im Auftrag der HypoVereinsbank. Während im Silicon Valley gern neu und groß gedacht wird, bevorzugen Ingenieure, Designer und Entwickler zwischen Flensburg und Füssen den Fortschritt in eher niedriger, aber steter Dosierung.

Die Befragung der HypoVereinsbank zeigt: Mehr als zwei Drittel der deutschen Führungskräfte beschreiben den Digitalisierungsprozess in ihrem Unternehmen eher als inkrementell, also durch aufeinanderfolgende Schritte geprägt. Weniger als ein Drittel spricht von Disruption, also der schlagartigen Abkehr von bisherigen Geschäftsmodellen oder Produkten, um mit dem „next big thing“ richtig abzuräumen. Es ist wie der Gang über ein Drahtseil zwischen zwei steilen Felsklippen: Wie viel Risiko ist möglich, um es schnell auf den Gipfel zu schaffen – und wie viel Sicherheit nötig, um nicht in den Abgrund zu stürzen?

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