17 Mar

Smartphone Apps – welche Plattformen sollte man als Anbieter unterstützen?

Smartphone Apps liegen momentan voll im Trend – doch welche Plattformen soll man als Unternehmen unterstützen und zum Download anbieten? Entscheidend dafür ist zunächst die Zielgruppe und natürlich der aktuelle Marktanteil des jeweiligen Betriebssystems in der jeweiligen Region (und im Idealfall der Zielgruppe). Die aktuellen mobilen Marktanteile sind von Region zu Region (USA, Europa, etc.) dabei sehr unterschiedlich. Betrachtet man die USA als technologischen Vorreiter (mit 3-6 Monaten Vorsprung) sind jedoch die dort ermittelten Zahlen für eine Prognose auch für die Entscheidung als europäischer Anbieter einer App durchaus interessant.

Die globalen Marktanteile (siehe “Global Smartphone Share by OS, November 2010 (© Netbiscuits, 2011)”) zeigen eine deutliche Dominanz von Apples iOS, gefolgt von Android, Symbian, RIM/Blackberry, etc. Bildschirmfoto 2011-03-17 um 11.07.53

Betrachtet man nun die Region Westeuropa, so verändert sich die Rangfolge: es führt zwar immer noch Apple mit dem iOS, aber an 2. Stelle findet man Symbian, gefolgt von Android und RIM/Blackberry, etc.

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Sehr interessant ist die Analyse der Marktanteile in Deutschland: Hier ist die Dominanz von Apples iOS noch stärker ausgeprägt als in Westeuropa oder USA. Eine weitere Überraschung: Symbian ist stärker als Android vertreten, RIM liegt abgeschlagen noch hinter Windows Mobile und bada.

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Aktuell würde also die Entscheidung bei der Unterstützung von z.B. drei Plattformen Apple iOS, Symbian und Android lauten. Allerdings hat Nokia entschieden, Symbian nicht mehr weiterzuentwickeln, ein Symbian^4 wird es nicht geben.

Perspektivisch wird aufgrund der Marktanteilszuwächse in Deutschland vor allem Android weiter an Bedeutung gewinnen. Die Chancen, dass Android Symbians Platz einnimmt stehen nach dem Windows-Schwenk von Nokia nicht schlecht, da Symbian kaum noch Zuwächse realisieren werden kann. Ein Investment in eine umfangreiche Symbian-Entwicklung ist auf jeden Fall schon heute eine Sackgasse und nicht nachhaltig.

Eine interessante Studie hat comScore zur Gesamt-Situation in Deutschland vorgestellt: Smartphones machen inzwischen mehr als 23 Prozent aller Handy-Nutzer aus, und der Anteil steigt rapide – im vergangenen Jahr um rund 5,1 Millionen Konsumenten (plus 65 Prozent). Googles Android liegt zwar mit 10,6 Prozent “nur” auf Platz 4, beachtenswert ist aber der große Sprung von 1,4 Prozent Marktanteil in 2009 auf nunmehr 10,6 Prozent (plus 9,2 Prozentpunkte, was einer Steigerung um 657 Prozent entspricht!) im letzten Jahr.

Smartphone_OS_Anteile_in_DeutschlandBei begrenztem Budget und je nach OS-Verteilung in der Zielgruppe, kann es also mittelfristig eine Option sein, nur zwei Betriebssystem-Plattformen zu unterstützen: Apples iOS (mit dem Zusatznutzen auch auf dem iPad und iPod touch präsent zu sein) und Android – alle anderen Betriebssysteme sind z.B. auch durch eine mobile Website gut abdeckbar.

Festzuhalten ist aber, daß man vor einer derartigen Plattform-Entscheidung in Bezug auf seine Zielgruppe Marktforschung betreiben sollte, um die im konkreten Einzelfall vorliegende Verteilung der Marktanteile zu überprüfen. Hierbei kann je nach Zielgruppe (B2C oder B2B) eine Analyse anhand demographischer Daten oder Berufsgruppen sehr hilfreich sein.

03 Jan

Media-Trends 2011: ein kleiner Blick in die Zukunft

Nachdem ich mich auch in diesem Jahr wieder sehr intensiv mit den Media-Trends in der Praxis auseinandersetzen durfte hier ein kleiner Blick in die Zukunft und ein paar Denkanstösse, wo die Reise hingehen könnte:

Das Jahr 2011 wird mobil – endlich wird nicht nur geredet, sondern das Smartphone ist beim User angekommen. Ob in der Premium-Variante als iPhone oder in der massenkompatiblen Android-Version. Das Smartphone als Kleinstrechner eröffnet dabei ganz neue Anwendungsmöglichkeiten. Mein Favorite: location-based services und dabei vor allem Indoor Positioning und Indoor Navigation. 80-90% unseres Leben bringen wir in geschlossenen Gebäuden zu – und dort gibt es kein GPS. Die aktuell verfügbaren Indoor Positioning und Indoor Navigation-Lösungen setzen v.a. auf Wifi und andere Verfahren zur Positionsbestimmung. Die kommerziellen Anwendungen sind so weitreichend, daß in USA bereits von einem Goldrausch gesprochen wird. Denn Geld wird meist in Gebäuden ausgegeben und die Transaktion als solche wird damit zu einem zentralen Element. Airports und Shopping Malls stechen dabei ins Auge, aber auch Messen und andere weitflächige Infrastrukturen sind “weiße Flecken” auf der Google-Landkarte. Es ist Zeit, das zu ändern …

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29 May

Das Apple iPad: ein Blick in die Zukunft

Das iPad ist momentan in aller Munde und war am ersten Verkaufstag in Deutschland direkt ausverkauft. Eine tolle Resonanz also beim Kunden – der Verlage hoffen lässt, endlich auch etwas vom Paid Content-Kuchen abzubekommen. Die iStores von Apple boomen nämlich und Steve Jobs darf sich in Zukunft auf noch höhere Umsätze mit Musik und Büchern in digitaler Form freuen.

Apple hat inzwischen eine höheren Börsenwert als Microsoft und es wird noch einiges mehr an Innovationen aus dem Hause Apple kommen. Betrachtet man nämlich das iPad genauer, so sind drei Dinge vorstellbar, die für eine sehr starke Verbreitung des Geräts in Zukunft sprechen:

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12 Feb

iPhone Suche: Google zahlt Apple ca. 100 Mio. $ jährlich

Google zahlt Apple angeblich 100 Millionen Dollar jährlich als Teil eines RevShare Deals auf dem iPhone. Bei der mobilen Suche auf dem iPhone verdient Apple also kräftig mit. Google steht dabei neuerdings im Wettbewerb mit Microsofts Suchmaschine Bing – wobei anzunehmen ist, daß Microsoft ebenfalls mit dem Scheckbuch kräftig winkt.

Apple verdient also nicht nur stetig an den laufenden Umsätzen der Mobilfunkverträge von T-Mobile und anderen mit, sondern auch auf der Service- oder Applikationsebene, ganz zu schweigen vom AppStore, iTunes Music Store und dem iBookStore. Insgesamt ein schlechtes Geschäft für die Mobilfunkbetreiber.

P.S.: Welche Social Media-Möglichkeiten potenziell mit dem iPhone auftun, hat übrigens Johannes Kleske einmal dargestellt.