20 Jun

Warum es Zeit für eine neue Internet-Revolution ist

Die rasante Entwicklung des Internets in den vergangenen zehn Jahren und die Entstehung des Web 2.0 sind von einer ganzen Reihe von Charakteristika geprägt, die tiefgreifende Fragen aufwerfen. Fragen, die nicht nur volkswirtschaftliche, sondern vor allem politische Bedeutung haben. Leider wird die Debatte jedoch meist von Technikern und Informatikern und deren Visionen technischer Machbarkeit und technologischer Innovationen in der Öffentlichkeit bestimmt.

Ein Vortrag Jaron Lanier in San Francisco hat mich aber für das Spannungsfeld Technologie und Politik sensibilisiert, denn die derzeit als allgemein gegeben hingenommene Internetarchitektur bringt einige unverwünschte Effekte mit sich, die bisher zu oft nur beschrieben und zu wenig analysiert wurden. Denn die derzeit herrschenden technologischen und ökonomischen Grundlagen bevorzugen bestimmte Business-Modelle und verhindern die Realisierung eines “humanistischen Designs”, so wie es Ted Nelson z.B. mit seinem Konzept der Transliteratur (Projekt Xanadu) vertritt.

Gerade heute mit dem Aufkommen von 3D Interfaces und UI-Technologien (Erinnerst du dich noch an Tom Cruise in Minority Report?), wäre zumindestens hardwareseitig die Grundlage für eine vollkommen neue Strukturierung der Informationswelt in der wir leben, eine echte Herausforderung, der wir uns stellen und die wir als Chance für einen Aufbruch in ein kreativeres und gerechteres Informationszeitalter nutzen sollten.

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11 Jan

Das Apple Tablet und der Adobe Reader – eine einzigartige Kombination voller unbekannter Möglichkeiten

Das kommende Apple Tablet wird ja seit einigen Tagen immer wieder heiss diskutiert. Ich möchte an dieser Stelle mal den Bogen zur ebenfalls aktuellen Paid Content-Diskussion spannen und auf einen “hidden champion” hinweisen: den Adobe Reader. Apple und Adobe sind ja schon seit Jahrzehnten gute Freunde und was läge da näher als diese Partnerschaft auf dem Apple Tablet in Richtung der Neuauflage eines iTMS wieder zu beleben.

Ich habe schon vor Jahren einem meiner Kunden vorgeschlagen, den Adobe Reader als Bibliotheks-Schnittstelle (z.B. für Fachinformationen und Datenblätter) zu nutzen. Bei der Recherche damals fiel mir die Fähigkeit auf, den Adobe Reader nicht nur zu customizen, sondern ihn auch scripten. Das heisst man kann nicht nur interaktive Dienste (wie z.B. Multiple-Choice-Tests mit darauffolgender Erstellung von PDF-Teilnahmebescheinigungen) umsetzen, sondern m.E. auch so etwas wie einen Text Store, d.h. einen Shop in dem man sich einfach und bequem Artikel und Bücher kaufen kann. Das eBook-Format ist ja bekannt, denkt man nun noch an die DRM-Fähigkeit, dann geht jedem Profi das Versioning-Herz über …

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