Apple iPad gegen Amazon Kindle – der Kampf um den E-Book-Standard und E-Book-Reader der Zukunft

Apple iPad gegen Amazon Kindle – der Kampf um den E-Book-Standard und E-Book-Reader der Zukunft geht in die erste Runde. Die Kontrahenten setzen dabei auf eine Menge netzwerkökonomischer Erkenntnisse, um sich Vorteile zu sichern. Der erste Schritte: ein proprietäres und nicht-interoperables Format schaffen. Der zweite Schritt: Buchverlage für sich gewinnen und Schwellenpreise zum Anlocken von Nutzern und zum Erreichen einer kritischen Masse einsetzen. Der dritte Schritte: die Gerätepreise senken, um schnellstmöglich viele Endgeräte zu verkaufen.

Amazon war bisher mit seiner Strategie ziemlich erfolgreich (1 Million verkaufe Endgeräte), doch Apple wird nicht zögern und mit dem attraktiverem Endgerät beim Nutzer punkten. Der Schlagabtausch in den kommenden Wochen dürfte spannend werden. Schon wechseln erste Buchverleger die Fronten und wechseln zu Apple. Mal sehen wie Amazon reagiert – Preiserhöhungen dürften ausgeschlossen sein und wie schnell sich ein Colour Kindle mit neuen Features realisieren lässt, steht auch in den Sternen.

Apple hat eine installed base von “Hardware-Jüngern”, die sicher sehr schnell für ein Wachstum der Plattform sorgen werden. Amazon wird darauf reagieren müssen – v.a. wenn noch mehr attraktive Angebot nur auf dem iPad exklusiv im iBook Store erhältlich sein werden. Schade nur, dass am Ende derartiger Plattform-Kriege die Endkonsumenten die Verlierer sind, die auf den falschen Standard gesetzt haben. Aufgrund der nicht-interoperablen Buchbestandes und der nicht-kompatiblen Hardware stehen sie mit quasi wertlosen Geräten und Bücherbeständen da.

Die potenzielle Folge: keine Investitionen solange nicht klar ist, wer der Gewinner sein wird. Das Charisma von Steve Jobs und die Länge der Liste seiner Erfolgsgeschichten, sowie der iPod, das iPhone oder iMac zu Hause könnten vielleicht den Ausschlag geben – auch wenn diese Strategie damals im Wettbewerb mit Microsoft nicht aufging. Insofern dürfte auch spannend bleiben, welche Strategie und Allianzen andere wichtige Player wie HP oder Microsoft verfolgen. Noch ist alles offen und kein de-facto-Standard in Sicht.

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