Private Daten und Datenhoheit – wie geht das? Protonet macht es mit seinen Servern vor

Da ich mich schon immer für private Daten interessiert habe und in vielen Kundenprojekten immer wieder die Frage nach der Datenhoheit gestellt wurde, habe ich mich mal umgesehen und bin auf Protonet gestossen. Protonet stellt nämlich diese Themen in den Vordergrund und gibt Usern mit einer integrierten Soft- und Hardware-Lösung eine schlüsselfertige Lösung an die Hand. Protonet erinnert vom Ansatz und Auftreten etwas an Next (R.I.P Steve Jobs), ist aber als crowdgesourctes Unternehmen (3 Mio. Euro Crowdsourcing-Weltrekord) und vom Ansatz her komplett anders als der IT-Gigant Apple aufgestellt. Denn Protonet erlaubt Freiberuflern sowie kleinen und mittleren Unternehmen die volle Konzentration auf ihr Kerngeschäft, bei vollem Genuss aller Vorteile der Cloud, ohne mit seinen Daten zu bezahlen. Ich habe das Modell Maya getestest und möchte hier über meine Erfahrungen berichten.

Die Software Protonet SOUL wird auf – mit viel Liebe in Hamburg – gefertigten Personal Servern vorinstalliert und so konfiguriert, dass eine direkte Nutzung auf Knopfdruck möglich ist. Der Personal Server ist von jedem Endgerät aus in allen gängigen Browsern bedienbar: Mit dem Computer, Notebook, Tablet und Smartphone. Nutzer finden eine aufgeräumte, selbst-erklärende Benutzeroberfläche vor. Darin können virtuelle Projekte und Themenbereiche angelegt werden, in denen mit anderen auf der Box angemeldeten Nutzern in Projekten schnell und effektiv zusammengearbeitet werden kann.

Als Treiber des globalen Datenwachstums ist es klar, dass die vernetzte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen immer wichtiger wird – und damit auch immer häufiger ein Ziel für Attacken in der Cloud ist. Wie also reagieren solche, die sich nicht dort hin verlagern möchten oder dürfen, wie zum Beispiel Berufsgruppen mit Berufsgeheimnis? Sie weichen auf eigene Systeme aus. In genau diesem Bereich bewegt sich Protonet und versucht mit seinem Konzept, Marktanteile an diesem Konglomerat aus Mega-Märkten zu erkämpfen.

Die Enthüllung des sog. „NSA-Skandals“ durch Edward Snowden hat einen gesellschaftlichen Prozess des Umdenkens in Gang gesetzt. Eine wachsende Zahl von Unternehmen ist nicht mehr bereit, eigene Daten in fremde Hände zu geben. Was sich gefühlt durch die Reaktionen der Nutzer beobachten lässt – etwa beim Kauf von WhatsApp durch Facebook – lässt sich auch in Zahlen niederlegen. 1&1 hat eine Umfrage unter Deutschen durchgeführt die belegt, dass über 60% der Befragten die vermeintlichen Datenschutz-Aufwartungen der Amerikaner nicht ernst nehmen und ihnen nicht vertrauen. Im Wallstreet Journal gehen die Experten von einem Umsatzeinbruch bei US-Cloudanbietern von rund 180 Millarden Dollar in den nächsten drei Jahren aus. Irgendwo müssen diese Umsätze hinfließen. Protonet bietet eine konkrete Alternative.

Mit dem cleveren Hardware-Innenleben des Servers Maya werden besonders kleinere Unternehmen und Freiberufler angesprochen, die viel mit externen Partnern oder Kunden kommunizieren und Daten austauschen. Auch Software-technisch ist der Server up to date: Dank der neuen Version Protonet SOUL 2.0 profitieren Anwender von noch besserer Bedienbarkeit und übersichtlicheren Arbeitsvorgängen. „Mit Maya können wir unsere Vision wahr werden lassen, dass jeder Haushalt seine eigene Datenhoheit besitzt – unabhängig von Cloud-Lösungen“, so Ali Jelveh, Gründer und Geschäftsführer von Protonet.

Das Hardware-Innenleben wurde bewusst auf die Bedürfnisse von Selbständigen mit einem überschaubaren Mitarbeiter- und Kundenkreis zugeschnitten. Drei Varianten stehen dabei zur Wahl, wobei Protonet für die größte Maya-Variante maximal 64  Projektteilnehmer und maximal 15 parallele User empfiehlt. Die integrierten schnellen SSD-Festplatten reichen von 256 GB bis maximal 1 TB RAM. Alle Varianten verfügen dazu über 8 GB RAM und einen Intel Celeron-Prozessor. Neben dem Netzwerk-Port verfügt Maya auch über zwei USB-Ports.

Mit der Protonet-Software SOUL 2.2 können Projekte nach wie vor schnell und unkompliziert über die Oberfläche angelegt und entsprechende Rechte erteilt werden, sodass in gemeinsamen Teams intern und extern daran gearbeitet und kommuniziert werden kann. Dateien, egal welcher Größe, können über die Oberfläche per Drag & Drop flugs auf den Server geladen werden und jeder kann in Kürze die Arbeitsschritte nachvollziehen – ideal für Mitarbeiter, die neu in ein Projekt einsteigen. Der Clou: Von jedem Ort der Welt lässt sich über einen Zugang auf das Arbeitsprojekt zugreifen. Neben einer normalen Kommunikation untereinander bietet das Feature ProtoCall einen Informationsaustausch per Videotelefonie. Sämtlicher Datenaustausch ist effizient geschützt: Eine 2048 Bit SSL-Verschlüsselung ist für den Datenflow integriert.

Die Bedienung ist wirklich kinderleicht: nach der Inbetriebnahme startet sofort ein entsprechendes UI und man hat sein eigenes Intra-/Extranet oder Private Cloud. Über eine einfache Einladefunktion per eMail lädt man Team- oder Projektmitglieder auf die Box ein. Mit wenigen Mausklicks entsteht so eine ganz private Arbeitsumgebung – fernab von Facebook, Dropbox oder iCloud. Datenzugriff haben nur die Eigentümer der Maya Box – sonst niemand. Ein beruhigendes Gefühl – denn um an die Daten zu kommen, müssten Datendiebe schon den Server physikalisch stehlen und dann auch noch hacken. So sieht gelebter (Daten-)Schutz aus.

Der Server Maya kostet in der günstigsten Variante mit 256 GB und 8 GB RAM rund 1.399 Euro. Die mittlere Variante mit 512 GB RAM rund 1.799 Euro und die größte Variante mit 1 TB RAM rund 2.299 Euro. Endkunden können den Server direkt über die Homepage der Protonet GmbH beziehen.

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