Eiszeit in der Weltwirtschaft: die sinnvollsten Strategien in Zeiten der Krise

Privatanlegern erschien die Finanzkrise von 2008 noch als kurzer Schneesturm, der bald vorüber sein würde. Doch mittlerweile scheint die gesamte Weltwirtschaft erstarrt. Mit negativen Konsequenzen für die Privatvermögen, die langsam, aber sicher schrumpfen. Phänomene wie Negativzinsen und die enorme Verschuldung der Staaten stellen bisher ungekannte Herausforderungen dar. Da kommt schnell die Frage auf: Was können wir tun, um unser Geld zu retten?

Diese wird nicht nur im Social Web intensiv diskutiert. Auch in Fach- und Anlegerkreisen macht das Schlagwort von der “finanziellen Repression” die Runde. In dem Buch “Eiszeit in der Weltwirtschaft” umreißt Autor Daniel Stelter die vier wahrscheinlichsten Entwicklungsszenarien, auf die wir uns in naher Zukunft einstellen sollten: große Depression, Sanierung durch Schuldenschnitte, Vermögensabgaben und Inflation.

Daraus leitet er rationale und v.a. konkrete Strategien ab, die Anlegern helfen sollen, ihre Vermögen zu erhalten – egal, was passiert. “Daniel Stelter gelingt eine ausgezeichnete Analyse der aktuellen Situation der globalen Ökonomie. Die Folgen für Anleger sind dramatisch: deutlich geringere zukünftige Renditen und eine zunehmende Gefahr von schweren Krisen an den Finanzmärkten” so Marc Faber, Herausgeber des Gloom, Boom & Doom Report und einer der einflussreichsten Investoren der Welt.

Stelters Buch ist sicherlich eine Anleitung zum Selberdenken in der Wirtschaftskrise. Seine Analyse ist paradigmatisch: der rasche Kollaps unseres Wirtschaftssystems ist zwar ausgeblieben, aber eine anhaltende Stagnation – die Eiszeit – hat eingesetzt. Stelter gibt sich dabei nicht als Prophet, er ist ein Kenner der Szene und war von 1990 bis 2013 Unternehmensberater bei der internationalen Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG), zuletzt als Senior Partner, Managing Director und Mitglied des BCG Executive Committee. Von 2003 bis 2011 verantwortete er weltweit das Geschäft der BCG-Praxisgruppe Corporate Development (Strategie und Corporate Finance).

Im Herbst 2014 hat Stelter eine Replik auf das Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ des französischen Ökonomen Thomas Piketty im Verlag Frankfurter Allgemeine Buch veröffentlicht. Mit seinem Buch „Die Schulden im 21. Jahrhundert“, das schon im Titel auf Pikettys Bestseller Bezug nimmt, weist Stelter auf die gravierende Betrachtungslücke seines französischen Kollegen hin, der in seiner Veröffentlichung übersieht, dass die Vermögen nur ein Symptom, die Schulden aber das wahre Problem der wirtschaftlichen Entwicklung sind.

Der Makroökonom Stelter nimmt in seinem Blog »Think Beyond the Obvious« sowie seiner Kolumne »Stelter strategisch« (WirtschaftsWoche) zu Finanzthemen Stellung und analysiert das aktuelle Geschehen aus Anlegersicht. Seine Artikel erscheinen auch in Manager Magazin, Capital, SZ und Euro am Sonntag.

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