Digitale Transformation: in 60 Prozent der Unternehmen auf der Führungsebene noch nicht angekommen

Die “Digitale Transformation” ist eine Herausforderung, die aktuell nicht nur viele Experten, sondern auch Makroökonomen und Volkswirte beschäftigt. Der Wohlstand ganzer Volkswirtschaften steht auf dem Spiel und wird durch disruptive Entwicklungen bedroht. Um so erstaunlicher ist, daß laut einer GfK-Studie lediglich sechs Prozent der deutschen Großunternehmen den Umbau als ihr wichtigstes Thema betrachten. Change Management 2.0 scheint also eines der wichtigen Themen der Zukunft zu sein, was vielerorts aber leider ignoriert wird. Doch der globale Wandel mit allen seinen Auswirkungen lässt sich nicht ignorieren.

„Wer jetzt nicht digitalisiert, überlässt die Wertschöpfung den großen Technologiekonzernen oder auch ganz neuen digitalen Angreifern, die in den Markt drängen“, diesen Aussagen von Philipp Depiereux (Geschäftsführer der Digitalberatung Etventure) kann man sich nur anschließen. Doch wie digitalisiert man richtig und v.a. was? Um den Googles und Co dieser Welt etwas entgegensetzen zu können, müsste sich eigentlich jeder Topentscheider mit dem Thema sofort und vollumfänglich beschäftigen.

Das Gegenteil ist aber der Fall. Nur bei 48 Prozent der Befragten kümmern sich Vorstand und Geschäftsführung darum, obwohl eine digitale Transformation sämtliche Prozesse, die Wertschöpfung und die Kultur einer Firma verändert. In der Regel beschäftigen sich die Unternehmensentwicklung oder die IT-Abteilung mit den notwendigen Veränderungen.

Immerhin holen sich die Konzerne hin und wieder Hilfe von außen. 31 Prozent arbeiten dabei mit Startups zusammen. Ziele sind hier unter anderem: einen besseren Zugang zu neuen Technologien (87 Prozent), vermehrte Innovationen (85 Prozent), Lernen (81 Prozent) und schnelleres Umsetzen von Pilot-Projekten (71 Prozent). Doch wieso sich von anderen abhängig machen, wenn Innovation und digitaler Wandel nicht auch mit eigener Kompetenz bewältigt werden kann?

Diese digitale Kompetenz gilt es aufzubauen, statt Ressourcen für die Verteidigung bestehender Strukturen im Unternehmen zu verwenden. Je größer die befragten Firmen sind, desto häufiger wird der Aspekt der  Verteidigung bestehender Strukturen als Problem angeführt. Als weitere Hürden werden “fehlende Zeit” (54 Prozent) sowie “fehlende Erfahrung” (52 Prozent) genannt. Gut 40 Prozent sagen überdies, dass “notwendige weitreichende und radikale Entscheidungen von den Führungskräften gescheut werden” oder man “zu festgefahren” sei.

Es gilt also “top down” die entsprechenden Hindernisse zu erkennen und für Abhilfe zu sorgen. Sicherlich bedeutet Digitalisierung auch ein Infragestellen des Kerngeschäfts und das Entwickeln eigener, innovativer Konzepte. Entscheidende Voraussetzungen sind dabei die Unterstützung durch das Top-Management und die Entwicklung von Innovation im geschützten Raum, losgelöst von bestehenden Strukturen, inhouse oder in der Zusammenarbeit mit externen Unternehmen und Start-ups. Wir helfen gerne dabei.

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