Influencer-Marketing, Instagram und wie man 100.000 Dollar pro Foto verdient

Instagram ist einer der am schnellsten wachsenden, vorrangig mobil genutzten, Social Media Channels aktuell. 400 Millionen Menschen nutzen die global agierende Foto-Plattform. Und jeden Tag kommen weltweit Tausende neuer Nutzer hinzu. Aufmerksamkeit pur also, gekennzeichnet durch einen hohen Bild- und geringen Textanteil mit ganz vielen Kommentaren und Likes. Ein Traum für jeden Marketer, denn hier kommen visuelle Botschaften schnell an. Was Twitter mit seinen Tweets ist, ist Instagram mit seinen eindrucksvollen Foto-Posts. Gerade unterwegs und auf Events wird gepostet, was das Zeug hält – keine Fashion Show oder Messe ohne Instagram. Es geht schnell und ist bequem – Smartphone gezückt, Foto geschossen, schon ist der Post fertig.

Doch wie kann man damit Geld verdienen?

Eigentlich ganz einfach: Vorbilder wie Danielle Bernstein (“We wore that”, mehr als 1,4 Mio. Follower) oder Chiara Ferragni (“The Blonde Salad”, mehr als 5,5 Mio. Follower) machen es vor. Und viele kleinere wie z.B. Marcel Floruss (One Dapper Street, mehr als 270.000 Follower) machen es nach. Unternehmen lassen sich das Influencer-Marketing und die Zusammenarbeit mit reichweitenstarken Instagramern einiges kosten: etwa eine Milliarde Dollar sollen sie im vergangenen Jahr für gesponserte Posts ausgegeben haben.

Mit ein paar Hunderttausenden Followern kann man für ein Posting zwischen 500 und 5000 Dollar verlangen, ab etwa sechs Millionen Followern sind zwischen 20000 und 100000 Dollar pro Foto drin. Dabei muss natürlich dazu gesagt werden, daß Shooting Stars wie Chiara Ferragni mit einem ganzen Stab von Mitarbeitern antreten (14 Angestellte), aber auch nahezu 10 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaften. Tendenz steil nach oben. Denn als “Human Brand” sind die Vermarktungsmöglichkeiten des eigenen Images im Rahmen von Kooperationen und dem Launch eigener Produkte nahezu unerschöpflich. Chiara Ferragni berechnet zwischen 30000 und 50000 Dollar alleine dafür, auf einer Veranstaltung zu erscheinen. Die eigene Schuhkollektion ist bereits online zu erwerben und auch sonst scheint die kreative Fashion-Bloggerin nur so vor neuen Vermarktungsideen zu sprühen.

Die Markenartikler dürften Schlange stehen und weitere Influencer-Marktplätze und Spezialwerber geradezu aus dem Boden schießen. Wer also hip sein will, sollte sich schnellstmöglich selbst einen Instagram-Account zulegen und sich in der schönen neuen Welt der Rich Kids Of Instagram #RKOI umsehen. Dabei gibt es einiges Kurioses zu entdecken – so z.B. Bodhi, das wohl aktuell hipste und bestverdienenste Haustier der Welt. Bodhi ist ein Shiba Inu, eine Hunderasse, die gerade schwer im Trend ist. Mit seinen mehr als 250000 Followern verdient er für sein Herrchen das nötige Kleingeld von geschätzten 15000 Dollar, damit dieser in New York gut leben und für gutes Futter sorgen kann. Bodhi hat nämlich längst eine eigene Kollektion aus Blazern und Fliegen gelauncht, aber nicht für Hunde, sondern für modebewusste Herrchen – und damit die eindeutig zahlungskräftigere Zielgruppe.

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