Immobilien-Marketing und Social Media: Freunde fürs Leben gesucht

Eine Immobilie ist in der Regel die größte Investition, die ein Mensch in seinem Leben tätigt. Doch wie kommt der Kunde heute an sein Objekt? Die Zeit in denen Immobilienmakler den Großteil Ihrer Neukunden über Zeitungsannoncen erreichten, ist jedenfalls vorbei. Folge den Kundeströmen, lautet die Devise. Makler verfolgen heute daher einen diversifizierten Vertriebsansatz: Online Immobilienportale, die eigene (datenbankgestützte und SEO-optimierte) Website, Social Media Channels und Mobile Marketing gehören dazu.

Heute gilt es, den potenziellen Kunden da abzuholen, wo er sich gerade befindet – oder surft. Es erfordert daher zunehmend größeres Engagement und ein entsprechendes (Zeit-)Budget, um in den unterschiedlichsten Vertriebskanälen, von Social Media über Online Portalen bis hin zu Mobile Marketing, wettbewerbsfähig zu bleiben. Viele Immobilienmakler konnten die Vertriebsmöglichkeiten über das Internet nur schwer einschätzen und betrachteten gerade neue Channels wie z.B. Instagram eher als einen vorübergehenden Trend. Dazu kommen auf der anderen Seite immer aufwändigere 3D-Animationen, virtuelle Hausbesichtigungen und viele weitere Technologien, die den klassischen Makler vor größere technische Probleme stellen. Da hilft nur eines: Kompetenz im Haus aufbauen oder zukaufen.

Viele Makler erkannten den großen Wandel im Immobilienmarketing spätestens als die Online Portale für Immobilien allgegenwärtig waren und die potentiellen Interessenten bevorzugt online nach der richtigen Immobilie suchten. Dazu kam die Tatsache, dass Online Immobilienportale wie Immoscout24, Immowelt oder Immonet zunehmend immer mehr Bedeutung in der Immobilienbranche erreichten. Makler waren daher gezwungen auch in Online Portalen zu inserieren, um neue Miet- und Kaufinteressenten zu erhalten.

In den letzten Jahren zeichnet sich jedoch ab, dass Makler zunehmend von den Immobilienportalen abhängig sind. Die großen Online-Portale tendieren dazu, ihre Monopolstellung auszunutzen. Das zeigt sich unter anderem in hohen monatlichen Kosten, die ein Makler inzwischen an die Portale zahlen muss. Die Unzufriedenheit unter den Immobilienmakler wächst und Makler sind somit zunehmend gezwungen neue Vertriebsansätze für Immobilien zu finden.

Die ersten Makler haben daher ihre eigene Maklerwebseite als den neuen Vermarktungskanal erkannt. Sie streben eine Unabhängigkeit von den Online-Portalen an, indem die Makler weitere Online Marketingkanäle (SEA, SEO) für den eigenen kostengünstigeren Vertrieb über ihre Makler-Webseite nutzen statt teure Inserate auf Immobilienportalen zu schalten.

Mit Social Media und den Smartphones entstand in den letzten Jahren ein neue Form des Immobilien-Marketings, die als ergänzend zu Printanzeigen und Inseraten auf Immobilienportalen zu sehen sind.

Mit Social Media Channels wie Facebook, Youtube und Blogs obliegt es wieder stärker dem Makler mit potentiellen Interessenten selbstständig in Kontakt zu treten. Die Kanäle erfordern besonderes Engagement und dienen nicht nur dem professionellen Auftritt nach außen und für das gute Image des Maklers, sondern auch um nachhaltiges Vertrauen aufzubauen. Makler die bereits seit längerer Zeit Facebook nutzen, sehen die Community aber nicht vorrangig als direkten Vermarktungs- und Vertriebskanal, sondern als eine Plattform für ihre Dienstleistung an. Über Facebook informieren sie ihre Kunden über Neuigkeiten der Immobilienbranche und präsentieren auch die neuesten Objekte. Content Marketing und die Zusammenarbeit mit (Key) Influencern wird dabei in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

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