microTEC Südwest Clusterkonferenz 2019: Mikrosystemtechnik, Sensorik und Künstliche Intelligenz im Südwesten im Aufwind

Mit der achten microTEC Südwest Clusterkonferenz am 20. und 21. März 2019 im Konzerthaus in Freiburg knüpfte microTEC Südwest an die erfolgreichen Clusterkonferenzen der vergangenen Jahre an. Die microTEC Südwest Clusterkonferenz hat sich im Laufe der Zeit zum Schaufenster der Mikrosystemtechnik in der Region entwickelt. 2019 findet die Clusterkonferenz in Kooperation mit dem InnovationForum Smarte Technologien & Systeme und unter dem Schirm der EU Cluster Weeks statt.

Anwesend waren rund 200 in- und ausländische Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Der Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung lag auf Vernetzung und Austausch zu wichtigen Zukunftstrends und neuen Anwendungsfeldern mit Mikrosystemtechnik. Extra lange Pausen und Pitches für die Aussteller boten viele Gelegenheiten zum Networking, die ausgiebig genutzt wurden. Am ersten Tag bot die traditionelle Abendveranstaltung direkt im Ausstellungsbereich den Raum für Networking und geselliges Zusammensein.

Auch dieses Jahr fand im Rahmen der microTEC Südwest Clusterkonferenz 2019 eine begleitende Fachausstellung statt, auf welcher sich zahlreiche Unternehmen und Institutionen im Bereich der Mikrosystemtechnik präsentieren konnten. Das Programm und die  Vorträge auf der Clusterkonferenz 2019 waren breit gefächert: „Intelligente Sensorik für Produktion und Logistik“, „Ein App-Ökosystem für die Produktionsoptimierung bei KMUs“, „Infrastrukturunabhängige Indoor-Lokalisierung durch Fusion von Tiefenkamera und Inertialsensoren“, „Selbsteinstellbarer Vibration Energy Harvester“, „Schnelle und flexible Fertigung in der Siliziumphotonik“, „Adäquate Prüfung elektrisch aktiver medizinischer Implantate: Das KMU-innovativ Verbundprojekt APreMedI“, „Hybride Foliensysteme für Anwendungen in der Medizintechnik, Automatisierung und Industrie 4.0“ und „Industry-Driven Packaging: Lösungen für empfindliche Mikrosysteme in rauen Umgebungsbedingungen“ standen u.a. als Vortragsthemen im Fokus der Konferenz.

Nach Grußworten von von Edith Sitzmann (Finanzministerin Baden-Württemberg) und Martin Horn (Oberbürgermeister Freiburg) wurden am 2. Tag vor allem Perspektiven im Zeitalter von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und gesellschaftlichem Wertewandel diskutiert. Zur Podiumsdiskussion “Künstliche Intelligenz (in und für Baden-Württemberg)” waren zahlreiche Experten geladen. Prof. Wilhelm Bauer (Technologiebeauftragter Land Baden-Württemberg, Fraunhofer IAO – Institutsleiter), Dr. André Kretschmann (Robert Bosch GmbH – Angewandte Forschung 1 / Mikrosysteme und Nanotechnologien), MDgt. Günther Leßnerkraus (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg), Dr. Thomas Rettich (TRUMPF GmbH & Co. KG – Leiter Forschungskoordination) und Dr. Olaf Sauer (Fraunhofer IOSB – Stellvertretender Institutsleiter).

Weitere Sessions am zweiten Konferenztag: „Safety&Security im Spannungsfeld von I4.0 und KI“, „Optische Qualitätskontrolle mit Deep Learning Methoden optimieren“, „Produktionsoptimierung mit Künstlicher Intelligenz in der MEMS‐Fertigung“. Neben Künstlicher Intelligenz für die Produktion standen auch State-of-the-Art-Themen wie “Predictive Maintenance” auf dem Programm: „ProData: Big-Data Analytics im Produktionsumfeld“, „ParsiFAl4.0 – Produktfähige autarke und sichere Foliensysteme für Automatisierungslösungen in Industrie 4.0“ und „Automatisierte Erkennung des Werkzeugzustands durch Unüberwachtes Maschinelles Lernen“ zeigten welche Potenziale diese Themen bergen und welche aktuellen Trends die Diskussion beherrschen. Interessant: wirtschaftlich besonders interessante Themen wie z.B. Wearables und Sensorik in B-2-C-Märkten spielten so gut wie keine Rolle, ebenso wie technologisch anspruchsvollere und komplexe Themen wie miniaturisierte Gas-Sensorik oder Sensorik in Smartphones (z.B. Fingerabdrucksensor im Display).

Zum Abschluss wurde noch einmal die Bedeutung des Sektors “Automotive” deutlich: „Autonomes Fahren – … und wer steuert das Fahrzeug?“ zeigten wie aus Services Produkte werden. Das Thema “Autonomes Fahren” stellt bekanntlich ganz neue Herausforderungen an die gesamte Automobilindustrie – zu Herausforderungen, Rahmenbedingungen und Folgen des Autonomen Fahrens siehe auch unser Blogbeitrag “Autonomes Fahren – der Weisheit letzter Schluß?“.

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