Corona und Krisenkommunikation: so wichtig ist eine funktionierende Strategie

In Zeiten von Kontaktverboten und drohenden Ausgangssperren steigt die Internetnutzung massiv. Denn gerade in diesen Zeiten ist der Informationsbedarf enorm. Gerade jetzt stellen viele Unternehmen fest, wie wichtig eine funktionierende Website ist und wie zentral eine funktionierende Krisenkommunikation in unsicheren Zeiten sein kann. Wer nicht kommuniziert, verliert. Daher ist es jetzt besonders wichtig, nur nur seine Systeme “up and running” zu halten, sondern auch ein entsprechendes Konzept für eine effektive und effiziente Krisenkommunikation zu entwickeln.

Für jedes Unternehmen gilt: Wer nach innen und außen notwendige Krisenmaßnahmen gut kommuniziert, behält die Informationshoheit. Mit dem Ausbruch des Virus in Italien, Österreich und in weiteren deutschen Bundesländern wachsen konkrete Bedenken und auch Ängste von Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Kunden, reale Bedrohungszustände und damit die Notwendigkeit einer internen und externen Krisenkommunikation.

Denn alle Vorhaben wie das Verbot von Mitarbeiter-Dienstreisen, die öffentliche Bekanntgabe von Lieferengpässen oder in der Zukunft möglicherweise notwendige Schließungen von Büros oder Fabriken müssen kommunikativ begleitet werden. Gute Krisenkommunikation bedeutet nämlich vor allem, gut vorbereitet zu sein. Dazu gehört eine im Krisenfall agierende Task Force innerhalb des Unternehmens – bestehend aus Geschäftsführung, (Gesundheits-)Management, Kommunikation.

Diese Corona-Task Force bewertet alle Informationen, entscheidet über notwendige operative und kommunikative Maßnahmen. Die Task Force erstellt Krisenszenarien für das Unternehmen: Was kann passieren, wie reagieren Sie operativ und kommunikativ? Ein möglicherweise bestehendes Krisenhandbuch wird spätestens jetzt ergänzt. Dabei kommt es auch auf ganz konkrete, möglichst detailliert ausformulierte Maßnahmen an. Bereiten Sie z.B. für die verschiedenen Szenarien Sprachregelungen vor – die Mitarbeiteraushänge, Intranet-Beiträge, Social Media-Posts, Kunden-Mailings usw.

Unser Tipp: Überwachen und monitoren Sie die Medien aufmerksam mit professionellen Tools. Negative Nachrichten über Corona überschlagen sich und gewinnen schnell an Fahrt, Fake News (auch über Ihr Unternehmen) können sehr schnell “viral gehen”. Reagieren Sie dennoch besonnen und sachlich – aber reagieren Sie. Teilen Sie mit, was die jeweils veränderte Gesamtsituation für Ihr Unternehmen bedeutet – oder eben nicht bedeutet. Achten Sie dabei darauf, dass jede interne Nachricht nach außen dringen kann und hier Rückfragen standhalten muss.

Eine gute interne Kommunikation verhindert die Ausweitung der Krise. Nichtwissen hingegen befördert falsche Entscheidungen und schafft Unsicherheit. Ein besonderes Augenmerk sollten Entscheider und Manager auf die Social Media Channels legen. Hier laufen viele Informationen aus ihren Teams über das Unternehmen und von ihnen ausgehend zusammen. Hier kann effektiv Prävention betrieben werden, fundiert und faktenbasiert gegengesteuert werden – aber eben auch viel Ungutes geschürt werden.

Als großes Unternehmen sollte man sich in der Krise Experten für Eventualfälle: einen Arzt, die Behörden, eine Agentur für Krisenkommunikation. Oft sind auch die Verbände gute Ansprechpartner. Hier gilt es sich mit anderen Unternehmen auszutauschen und abzustimmen. Nur gemeinsam ist man stark.

Zu einem Pandemieplan gehört auch, zu überprüfen, welche Prozesse auch im absoluten Notfall verlässlich funktionieren müssen, um das Unternehmen auch bei einem mehrwöchigen Lock-down nicht aus der Bahn zu werfen. Alle zentralen und unternehmenskritischen Prozesse gilt es zu erfassen. Nur wer einen Überblick hat über die kritischen Faktoren, kann sein Unternehmen in unruhigen Zeiten führen. Verlieren sie nie die Übersicht, behalten Sie einen kühlen Kopf und einen klaren Blick. In der Ruhe liegt die Kraft – auch in der Krisenkommunikation.

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