30 Jan

Autonomes Fahren – der Weisheit letzter Schluß?

Autonomes Fahren ist in aller Munde – am liebsten Level 5 (Vollautomatisierung) und beim Fahren schlafen oder arbeiten. Aber ist dieser Traum wirklich so umsetzbar? Angenommen es gibt nur einige wenige Ubers, die überhaupt in der Lage sind, ein derartiges Netzwerk bzw. eine Flotte an autonomen Fahrzeugen zu betreiben, dann stellt dieses “Mobilitäts-Monopol” nicht nur eine potenzielle Gefahr dar, sondern wird auch in der Praxis mit gewaltigen Problemen konfrontiert sein.

Denn stellen wir uns vor, wir fahren auf der Autobahn mit unserem autonomen Uber, Google oder Apple Car von München nach Hamburg. Dann “fehlt” in München dieses Auto und es kann nicht sofort wieder zurückgeführt werden, weil die dazu notwendigen (Teil-)Strecken u.U. gar nicht nachgefragt werden. Wir haben also ein Kapazitäts- und Verfügbarkeitsproblem. Dieses tritt auch z.B. bei nicht exakt planbaren Events auf, z.B. wenn ein Champions League-Finale in München ansteht und plötzlich mehrere Hundert autonome Ubers im Free Flow zusätzlich gebraucht werden.

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14 Nov

Kritische Erfolgsfaktoren der Digitalen Transformation

Die Digitale Transformation ist in aller Munde – aber wie wird ein Erfolg daraus? Denn inzwischen hat sich der Großteil der Unternehmen – mehr oder weniger entschlossen – auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht. Oft aus Überzeugung, manchmal auch erst unter dem Druck der Konkurrenz, der Investoren, Banken oder anderer Shareholder. Warum auch immer: in allen Fällen kommt es für das Management darauf an, zu liefern und die Transformation zu einem Erfolg zu führen.

Waren es früher traditionelle Wettbewerber, sieht die Konkurrenz im Zeitalter der digitalen Transformation anders aus: global tätige Player wie Google, Amazon oder Apple und mehr und mehr agile Startups, wie beispielsweise der Online-Community-Marktplatz airbnb oder Musikstreaming-Anbieter Spotify, haben über die Jahre massiv von der ersten Phase der Digitalisierung profitiert und sich einen Vorsprung erarbeitet, den es aufzuholen gilt. Sie zeichnen sich durch Faktoren wie hohe Risikobereitschaft, extreme Testing-Mentalität, schnelle Umsetzung, 100%ige Nutzerzentrierung und einer gewissen Radikalität (s.a. das Stichwort “Disruption“) aus, vor denen Unternehmen teilweise immer noch zurückschrecken.

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08 Nov

Apple Pay kommt nach Deutschland – wichtige Banken und Händler sind dabei

Mit dem Handy bezahlen hat sich in Deutschland noch nicht so richtig durchgesetzt. Doch mit Apple Pay und dem iPhone könnte sich das bald ändern. Noch in 2018 soll der Bezahldienst Apple Pay nach Deutschland kommen. Der Konzern gibt bekannt, welche Banken, Geldhäuser und Händler dabei sind – verschweigt aber ein Detail.

Der iPhone-Konzern Apple hat erste Details zum Deutschland-Start seines Bezahldienstes Apple Pay veröffentlicht: Auf einer Informationsseite zu dem Dienst nennt Apple erste Partnerbanken und verrät, welche Händler und Onlineshops Zahlungen via Apple Pay akzeptieren. Weiterhin nicht verraten wird der genaue Starttermin.

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07 Sep

Neue Geschäftsmodelle suchen und finden: von der Strategie zur taktischen Umsetzung

In meinem Blogbeitrag “Strategisches Management: Neue Geschäftsmodelle im Zeitalter “Digitaler Transformation” und “Disruption” habe ich beschrieben warum es heutzutage von zentraler Bedeutung ist, sein Geschäftsmodell sofort anzupassen, wenn der Wettbewerb beginnt, die eigene Strategie und das Geschäftsmodell zu kopieren. Denn dann wenn Umsätze und Gewinne erodieren ist Gefahr im Verzug und meist keine Zeit mehr koordiniert und effizient zu handeln. Es gilt also, sich vorzubereiten und neue Geschäftsmodelle im Rahmen der Strategischen Planung ständig zu entwickeln. Doch wie geht man dabei taktisch vor?

McKinsey schlägt im Rahmen der Definition neuer Geschäftsmodelle vor, die gesamte Wertkette im Rahmen eines Reframing auf neue Wertschöpfungspotenziale hin zu untersuchen. Ich möchte diesen Ansatz darstellen und darüber hinaus gehen, bzw. das Konzept des Reframing im Kontext der von mir vorgestellten “Business-Evolution”-Strategie zu integrieren und weiter zu entwickeln. Denn wie bereits dargestellt, erlauben die durch das Internet dramatisch gesunkenen Transaktionskosten heutzutage die “Boundaries of the Firm” so zu verschieben, dass ganz neue Organisationsformen (Stichwort: Virtuelle Organisation) und vollkommen neue Geschäftsmodelle möglich werden.

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31 Aug

Strategisches Management: Neue Geschäftsmodelle im Zeitalter “Digitaler Transformation” und “Disruption”

Das Thema “Geschäftsmodelle” ist besonders im Kontext der aktuellen Diskussion um die “Digitale Transformation” und “Disruption” ein hochaktuelles Thema, mit dem ich mich beschäftigen möchte, nachdem ich mobil einen sehr interessanten McKinsey Insights-Beitrag gelesen habe. Denn gerade das Thema “Geschäftsmodelle” ruft nicht nur viele Fragen und starkes Interesse hervor, es hat auch zentrale Bedeutung für das Strategische Management.

Gerade in unseren heutigen globalen und sehr dynamischen Märkten spielt auch der Wandel des eigenen Geschäftsmodells und dessen Weiterentwicklung eine (überlebens-)wichtige Rolle. Man kann heutzutage nur durch Innovation nach vorne fliehen und muss dem Wettbewerb immer schon zwei bis drei Schritte voraus sein. Dazu braucht man einen Plan, wie man sein Geschäftsmodell sofort anpasst, wenn der Wettbewerb beginnt, die eigene Strategie und das Geschäftsmodell zu kopieren.

Mit einer derartigen Roadmap in der Schublade – ich nenne sie “Business-Evolution”-Strategie – bleibt man uneinholbar und immer an der Spitze. Fast wie beim Schach – nur ändern sich hier auch die Figuren (=Produkte & Services) und das Schachbrett (Rahmenbedingungen/Makroökonomie). Das macht Business‬ heute so komplex, aber auch spannend und intellektuell anspruchsvoll.

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22 Jun

Smartphones und Social Media: aktuelle Technologie- und Medien-Trends

Das Reuters Institute for the Study of Journalism der britischen Oxford Universität hat die umfangreiche Studie “Digital News Report 2015” vorgelegt. Was in Sachen Mediennutzungsverhalten schon in den vergangenen Jahren als Trend deutlich wurde, hat sich nun sogar noch beschleunigt. Der Nachrichtenkonsum verlagert sich zunehmend aufs Smartphone, Facebook wird immer wichtiger, die Digital-Werbung schwächelt und das Publikum will nicht zahlen. Insgesamt eine schwieriger, aber nicht aussichtslose Situation, denn es gibt auch einen Hoffnungsschimmer.

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10 Oct

Warum Steve Jobs kein Visionär (mehr) war

Steve Jobs, der Mitbegründer und ehemalige Konzernchef des Computerherstellers Apple, starb am Mittwoch, den 05.10.2011 im kalifornischen Palo Alto im Alter von nur 56 Jahren. In den Medien galt er als der größte Innovator seiner Zeit und Weltverbesserer, er hat laut Spiegel Online angeblich das Weltbild einer ganzen Generation geprägt. Doch Steve Jobs war an seinem Lebensende weder ein Visionär, noch ein Weltverbesserer.

Warum? Da sind zunächst mal 20 Jahre, zwei Dekaden, die vom Fenster- und Maussystem als User Interface geprägt sind. Eine XEROX Parc Erfindung, die Steve Jobs popularisiert und verbreitet hat. Ein Konzept, das heute noch jeder Mac verfolgt. 20 Jahre sind hier keinerlei Innovationen von Apple eingeführt worden. Wenn ich an die Developer CDs von vor ca. 10 Jahren (… und an meine erste SGI Webforce) denke, dann bin ich ziemlich ernüchtert und fast enttäuscht. Ich frage mich was aus Hotsauce (3 D Navigation), Quicktime VR Movies (3D Szenen mit bewegten Bildern) und der Handschrifterkennung eines Newton geworden ist.

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30 Sep

Zeitungs-Apps: Interesse und Zahlungsbereitschaft der User vorhanden

Mehr als 80 Prozent der Nutzer von Tablet-PCs sind an einem Kombiangebot von gedruckter Ausgabe und App der Zeitung interessiert. Zeitungs-Apps gehören für iPad-Nutzer zu den Favoriten unter den Apps: 52 Prozent  nutzen derartige Anwendungen täglich oder fast täglich. Und auch bei den zukünftigen Tablet-Besitzern stehen Zeitungs-Apps hoch im Kurs. 64 Prozent geben an, sich sehr für diese zu interessieren. Keine andere App-Kategorie erhält soviel Zuspruch. Weiteres Ergebnis der Untersuchung: Zeitungs-Apps werden eher als Ergänzung denn als Alternative zur gedruckten Zeitung gesehen (55 Prozent bestätigen diese Aussage).

Das ist ein Ergebnis einer Studie des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Kooperation mit dpa-infocom, einer Tochterfirma der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. Die Untersuchung wird am 5. Oktober 2011 bei der Fachkonferenz „Zeitungen machen mobil – E-Publishing, Apps und mobiles Internet“ in Berlin vorgestellt. Für die Studie wurden auf den Websites der acht beteiligten Verlage 3.290 Personen im Verbreitungsgebiet befragt.

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19 Jul

Facebook-Werbung immer beliebter: Preise steigen um mehr als 74%

Facebook steigert seine Umsätze mit Online-Werbung immer stärker. Je stärker die Reichweite und die Nutzerzahlen des sozialen Netzwerks (aktuell 750 Millionen Nutzer) zunehmen, um so stärker steigen die Werbeeinnahmen. Durch die zunehmende Nachfrage nach Facebook-Werbung steigen auch die Werbepreise. Das belegen zwei aktuelle Studien.

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17 Mar

Smartphone Apps – welche Plattformen sollte man als Anbieter unterstützen?

Smartphone Apps liegen momentan voll im Trend – doch welche Plattformen soll man als Unternehmen unterstützen und zum Download anbieten? Entscheidend dafür ist zunächst die Zielgruppe und natürlich der aktuelle Marktanteil des jeweiligen Betriebssystems in der jeweiligen Region (und im Idealfall der Zielgruppe). Die aktuellen mobilen Marktanteile sind von Region zu Region (USA, Europa, etc.) dabei sehr unterschiedlich. Betrachtet man die USA als technologischen Vorreiter (mit 3-6 Monaten Vorsprung) sind jedoch die dort ermittelten Zahlen für eine Prognose auch für die Entscheidung als europäischer Anbieter einer App durchaus interessant.

Die globalen Marktanteile (siehe “Global Smartphone Share by OS, November 2010 (© Netbiscuits, 2011)”) zeigen eine deutliche Dominanz von Apples iOS, gefolgt von Android, Symbian, RIM/Blackberry, etc. Bildschirmfoto 2011-03-17 um 11.07.53

Betrachtet man nun die Region Westeuropa, so verändert sich die Rangfolge: es führt zwar immer noch Apple mit dem iOS, aber an 2. Stelle findet man Symbian, gefolgt von Android und RIM/Blackberry, etc.

Bildschirmfoto 2011-03-17 um 11.13.33

Sehr interessant ist die Analyse der Marktanteile in Deutschland: Hier ist die Dominanz von Apples iOS noch stärker ausgeprägt als in Westeuropa oder USA. Eine weitere Überraschung: Symbian ist stärker als Android vertreten, RIM liegt abgeschlagen noch hinter Windows Mobile und bada.

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Aktuell würde also die Entscheidung bei der Unterstützung von z.B. drei Plattformen Apple iOS, Symbian und Android lauten. Allerdings hat Nokia entschieden, Symbian nicht mehr weiterzuentwickeln, ein Symbian^4 wird es nicht geben.

Perspektivisch wird aufgrund der Marktanteilszuwächse in Deutschland vor allem Android weiter an Bedeutung gewinnen. Die Chancen, dass Android Symbians Platz einnimmt stehen nach dem Windows-Schwenk von Nokia nicht schlecht, da Symbian kaum noch Zuwächse realisieren werden kann. Ein Investment in eine umfangreiche Symbian-Entwicklung ist auf jeden Fall schon heute eine Sackgasse und nicht nachhaltig.

Eine interessante Studie hat comScore zur Gesamt-Situation in Deutschland vorgestellt: Smartphones machen inzwischen mehr als 23 Prozent aller Handy-Nutzer aus, und der Anteil steigt rapide – im vergangenen Jahr um rund 5,1 Millionen Konsumenten (plus 65 Prozent). Googles Android liegt zwar mit 10,6 Prozent “nur” auf Platz 4, beachtenswert ist aber der große Sprung von 1,4 Prozent Marktanteil in 2009 auf nunmehr 10,6 Prozent (plus 9,2 Prozentpunkte, was einer Steigerung um 657 Prozent entspricht!) im letzten Jahr.

Smartphone_OS_Anteile_in_DeutschlandBei begrenztem Budget und je nach OS-Verteilung in der Zielgruppe, kann es also mittelfristig eine Option sein, nur zwei Betriebssystem-Plattformen zu unterstützen: Apples iOS (mit dem Zusatznutzen auch auf dem iPad und iPod touch präsent zu sein) und Android – alle anderen Betriebssysteme sind z.B. auch durch eine mobile Website gut abdeckbar.

Festzuhalten ist aber, daß man vor einer derartigen Plattform-Entscheidung in Bezug auf seine Zielgruppe Marktforschung betreiben sollte, um die im konkreten Einzelfall vorliegende Verteilung der Marktanteile zu überprüfen. Hierbei kann je nach Zielgruppe (B2C oder B2B) eine Analyse anhand demographischer Daten oder Berufsgruppen sehr hilfreich sein.