29 May

Das Apple iPad: ein Blick in die Zukunft

Das iPad ist momentan in aller Munde und war am ersten Verkaufstag in Deutschland direkt ausverkauft. Eine tolle Resonanz also beim Kunden – der Verlage hoffen lässt, endlich auch etwas vom Paid Content-Kuchen abzubekommen. Die iStores von Apple boomen nämlich und Steve Jobs darf sich in Zukunft auf noch höhere Umsätze mit Musik und Büchern in digitaler Form freuen.

Apple hat inzwischen eine höheren Börsenwert als Microsoft und es wird noch einiges mehr an Innovationen aus dem Hause Apple kommen. Betrachtet man nämlich das iPad genauer, so sind drei Dinge vorstellbar, die für eine sehr starke Verbreitung des Geräts in Zukunft sprechen:

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12 Feb

iPhone Suche: Google zahlt Apple ca. 100 Mio. $ jährlich

Google zahlt Apple angeblich 100 Millionen Dollar jährlich als Teil eines RevShare Deals auf dem iPhone. Bei der mobilen Suche auf dem iPhone verdient Apple also kräftig mit. Google steht dabei neuerdings im Wettbewerb mit Microsofts Suchmaschine Bing – wobei anzunehmen ist, daß Microsoft ebenfalls mit dem Scheckbuch kräftig winkt.

Apple verdient also nicht nur stetig an den laufenden Umsätzen der Mobilfunkverträge von T-Mobile und anderen mit, sondern auch auf der Service- oder Applikationsebene, ganz zu schweigen vom AppStore, iTunes Music Store und dem iBookStore. Insgesamt ein schlechtes Geschäft für die Mobilfunkbetreiber.

P.S.: Welche Social Media-Möglichkeiten potenziell mit dem iPhone auftun, hat übrigens Johannes Kleske einmal dargestellt.

04 Feb

iPad, iPod, iTMS, iBook Store: Steve Jobs stellt sich auf die Seite der Kreativen und sorgt für Google-freie Zonen

Es ist schon sehr spannend, was das iPad bereits vor seinem physischen Erscheinen alles auslöst: Amazon gibt Macmillan nach und erhöht auf dessen Druck die Preise. 9,99 Dollar ade. Der Macher im Hintergrund: Steve Jobs. Er hat schon mit dem iTMS erkannt, dass die Kostenlos-Kultur im Web keine Zukunft hat und dass nur kreative Menschen, die entlohnt werden, langfristig für Inhalte sorgen.

Content siegt also – zumindestens in langfristiger Sicht. Es ist überaus faszinierend wie Steve Jobs dabei vorgeht. Zuerst die freien Formate umarmen (ja, sicher werden PDFs auf dem iPad funktionieren, aber Apples iBooks eben auch) und dann langsam interessante Bezahlangebote hinterherreichen. Der interessante Nebeneffekt: die Zahl Google-freier Zonen steigt – Google hat weder im iTMS noch im iBookStore etwas zu suchen.

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01 Feb

Apple iPad gegen Amazon Kindle – der Kampf um den E-Book-Standard und E-Book-Reader der Zukunft

Apple iPad gegen Amazon Kindle – der Kampf um den E-Book-Standard und E-Book-Reader der Zukunft geht in die erste Runde. Die Kontrahenten setzen dabei auf eine Menge netzwerkökonomischer Erkenntnisse, um sich Vorteile zu sichern. Der erste Schritte: ein proprietäres und nicht-interoperables Format schaffen. Der zweite Schritt: Buchverlage für sich gewinnen und Schwellenpreise zum Anlocken von Nutzern und zum Erreichen einer kritischen Masse einsetzen. Der dritte Schritte: die Gerätepreise senken, um schnellstmöglich viele Endgeräte zu verkaufen.

Amazon war bisher mit seiner Strategie ziemlich erfolgreich (1 Million verkaufe Endgeräte), doch Apple wird nicht zögern und mit dem attraktiverem Endgerät beim Nutzer punkten. Der Schlagabtausch in den kommenden Wochen dürfte spannend werden. Schon wechseln erste Buchverleger die Fronten und wechseln zu Apple. Mal sehen wie Amazon reagiert – Preiserhöhungen dürften ausgeschlossen sein und wie schnell sich ein Colour Kindle mit neuen Features realisieren lässt, steht auch in den Sternen.

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28 Jan

Apples iPad – die Rettung für deutsche Verlage?

Apples iPad hat ein riesiges Presse-Echo hervorgerufen, auch bei deutschen Verlagen. Doch ist das iPad wirklich ein neuer Vertriebskanal in Sachen Paid Content und der lang ersehnter Umsatzbringer? Das größte “Problem”: das iPad integriert einen Web-Browser, E-Mail, Fernsehen und Video sowie das Lesen von digitalen Büchern, den E-Books. Wie leicht es ist, die Bezahlschranke zu umgehen und Paid Content kostenlos zu beziehen, hatte ich ja schon mal auf Facebook erwähnt.

Technisch besteht also kein besonders hohes Lock-in-Potenzial, da v.a. auch Google Books und andere Angebote auf dem iPad verfügbar sein werden, von den News-Seiten vieler Portale und Player mal ganz zu schweigen. Für Verlage sehe ich also wenig Potenzial – denn zu groß ist die Konkurrenz durch das Internet auf dem iPad. Doch Steve Jobs hat wie bekannt immer einen Joker in der Hinterhand und das ist sein Marketing Know-How in Sachen digitaler Güter.

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11 Jan

Das Apple Tablet und der Adobe Reader – eine einzigartige Kombination voller unbekannter Möglichkeiten

Das kommende Apple Tablet wird ja seit einigen Tagen immer wieder heiss diskutiert. Ich möchte an dieser Stelle mal den Bogen zur ebenfalls aktuellen Paid Content-Diskussion spannen und auf einen “hidden champion” hinweisen: den Adobe Reader. Apple und Adobe sind ja schon seit Jahrzehnten gute Freunde und was läge da näher als diese Partnerschaft auf dem Apple Tablet in Richtung der Neuauflage eines iTMS wieder zu beleben.

Ich habe schon vor Jahren einem meiner Kunden vorgeschlagen, den Adobe Reader als Bibliotheks-Schnittstelle (z.B. für Fachinformationen und Datenblätter) zu nutzen. Bei der Recherche damals fiel mir die Fähigkeit auf, den Adobe Reader nicht nur zu customizen, sondern ihn auch scripten. Das heisst man kann nicht nur interaktive Dienste (wie z.B. Multiple-Choice-Tests mit darauffolgender Erstellung von PDF-Teilnahmebescheinigungen) umsetzen, sondern m.E. auch so etwas wie einen Text Store, d.h. einen Shop in dem man sich einfach und bequem Artikel und Bücher kaufen kann. Das eBook-Format ist ja bekannt, denkt man nun noch an die DRM-Fähigkeit, dann geht jedem Profi das Versioning-Herz über …

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