12 Nov

Warum Bitcoin keine sinnvolle Währung ist und kein Geld sein kann

Bitcoin ist in aller Munde und in vielen digitalen Wallets. Doch des Kaisers (bzw. des Geldes) neue Kleider sind leider vollkommen unzureichend und letztendlich ein von IT-Nerds ausgedachtes Spielzeug, was nie unser aktuelles Geldsystem ersetzen kann. Denn Bitcoin steckt voller konzeptioneller Fehler und immanenter Mängel, die einem Volkswirt wie mir natürlich sofort aufgefallen sind und die es gilt einmal näher anzuschauen.

Fehler Nr. 1: Die Anzahl generierter Bitcoins ist nach oben hin begrenzt. Das bedeutet, dass die #Geldmenge dieser Kryptowährung begrenzt ist und jeder Bitcoin mit jedem Tag automatisch mehr wert wird. Selbst Ersatzgeld wie Gold wird tagtäglich neu gefördert – was auch dringend nötig ist im Falle von Geld, denn nur so kann man eine Deflation vermeiden. Um den Geldwert stabil zu halten, bedarf es einer Geldpolitik und einer Regulierung der Geldmenge. Wenn nur die Umlaufgeschwindigkeit regelbar ist, reicht dies nicht aus. Schwerwiegende Verwerfungen sind die Folge und mithin ein erratische, krisenanfällige Entwicklung des Bitcoin-Geldwerts, der potenziell im Krisenfall bis zum Totalverlust führen kann.

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31 Aug

Strategisches Management: Neue Geschäftsmodelle im Zeitalter “Digitaler Transformation” und “Disruption”

Das Thema “Geschäftsmodelle” ist besonders im Kontext der aktuellen Diskussion um die “Digitale Transformation” und “Disruption” ein hochaktuelles Thema, mit dem ich mich beschäftigen möchte, nachdem ich mobil einen sehr interessanten McKinsey Insights-Beitrag gelesen habe. Denn gerade das Thema “Geschäftsmodelle” ruft nicht nur viele Fragen und starkes Interesse hervor, es hat auch zentrale Bedeutung für das Strategische Management.

Gerade in unseren heutigen globalen und sehr dynamischen Märkten spielt auch der Wandel des eigenen Geschäftsmodells und dessen Weiterentwicklung eine (überlebens-)wichtige Rolle. Man kann heutzutage nur durch Innovation nach vorne fliehen und muss dem Wettbewerb immer schon zwei bis drei Schritte voraus sein. Dazu braucht man einen Plan, wie man sein Geschäftsmodell sofort anpasst, wenn der Wettbewerb beginnt, die eigene Strategie und das Geschäftsmodell zu kopieren.

Mit einer derartigen Roadmap in der Schublade – ich nenne sie “Business-Evolution”-Strategie – bleibt man uneinholbar und immer an der Spitze. Fast wie beim Schach – nur ändern sich hier auch die Figuren (=Produkte & Services) und das Schachbrett (Rahmenbedingungen/Makroökonomie). Das macht Business‬ heute so komplex, aber auch spannend und intellektuell anspruchsvoll.

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