30 Mar

Corona-Krise als Chance: so günstig waren Marktanteile noch nie

“HolidayCheck hofft auf Gewinne von Marktanteilen nach der Corona-Krise”, “OTC-Versand explodiert: Corona verschiebt Marktanteile”, “Corona: Amazon baut seine Marktmacht in der Krise weiter aus”, so lauten aktuelle Schlagzeilen im März 2020. Die Corona-Krise ist in aller Munde und kennt viele Verlierer, aber auch einige Gewinner und Profiteure. Diese “Krisengewinnler” erobern momentan eifrig Marktanteile und nutzen die Schwäche ihrer Mitbewerber geschickt und gezielt aus.

Beim Krisen-Management sollten Unternehmen aktuell vor allem zwei Fragen im Auge behalten: 1. Wie werden sich die Marktanteile in der Krise verschieben? 2. Wie werden sich gleichzeitig auch Kaufgewohnheiten durch die Krise ändern? Das Einkaufs- und Konsumverhalten spielt demnach eine zentrale Rolle. Ein einfaches Beispiel: bestimmte Güterkategorien sind angesichts behördlich angeordneter Ladenschließungen ausschließlich online erhältlich wie z.B. Elektronikprodukte, Einbauküchen und Fahrzeuge (Kraftfahrzeuge, Zweiräder, Fahrräder, eBikes, etc.). Hier bleibt dem Kunden aktuell nur der Onlinekauf.

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19 Apr

Donald Trump, das digitale Handelsdefizit und der globale Kampf um die Zukunft

US-Präsident Trump und Chinas Führungseliten verschärfen den Kampf der Volkswirtschaften. Es geht um viel und um die Vorherrschaft in einer Welt, die einem immer schnelleren Wandel unterliegt. Trumps Weg der Abschottung und “America First”-Strategie scheint aber nicht besonders gut überlegt zu sein.

Denn wie Christoph Bornschein im manager-magazin (Abo-/Kauf-Content) betont, ist gerade das digitale Handelsdefizit ein Beweis, daß die USA sehr erfolgreich durch und mit dem Freihandel geworden sind. Die US-Freihandelsstrategie sieht der Agenturchef als Bedrohung für Europa und seinem Appell “Die Europäer müssen zusammenarbeiten, um endlich aus der Anwenderecke zu kommen” kann man nur zustimmen. Trump und das digitale Handelsdefizit zeigt, wo Europa aufholen muss.

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21 Feb

Digitale Transformation und der Wandel der Wertschöpfung

Die Digitalen Transformation ist in aller Munde, doch was eigentlich transformiert wird, erkennen die wenigsten. Denn es ist vor allem die Wertschöpfung, die ganze Branchen betrifft und verändert. Vor der Industriellen Revolution entstand der überwiegende Teil der Wertschöpfung in der Landwirtschaft, der Rest war Handwerk und Handel. Nichts davon ist völlig verschwunden – aber in der Landwirtschaft wird heute nicht einmal 1% der Bruttowertschöpfung erbracht. Trotzdem muss in den westlichen Industrieländern niemand hungern, und ein dicht besiedeltes Land wie Deutschland kann sich praktisch selbst ernähren. Die Industrielle Revolution hat die Landwirtschaft marginalisiert. Die Wertschöpfung ist aus der Landwirtschaft in die Industrie abgewandert, und mit ihr die Arbeitskräfte.

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