19 Apr

Donald Trump, das digitale Handelsdefizit und der globale Kampf um die Zukunft

US-Präsident Trump und Chinas Führungseliten verschärfen den Kampf der Volkswirtschaften. Es geht um viel und um die Vorherrschaft in einer Welt, die einem immer schnelleren Wandel unterliegt. Trumps Weg der Abschottung und “America First”-Strategie scheint aber nicht besonders gut überlegt zu sein.

Denn wie Christoph Bornschein im manager-magazin (Abo-/Kauf-Content) betont, ist gerade das digitale Handelsdefizit ein Beweis, daß die USA sehr erfolgreich durch und mit dem Freihandel geworden sind. Die US-Freihandelsstrategie sieht der Agenturchef als Bedrohung für Europa und seinem Appell “Die Europäer müssen zusammenarbeiten, um endlich aus der Anwenderecke zu kommen” kann man nur zustimmen. Trump und das digitale Handelsdefizit zeigt, wo Europa aufholen muss.

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13 Jan

Social Bots verbreiten massenhaft politische Parolen – und Fake News

Die Politik sorgt sich aktuell, dass Social Bots bei der kommenden Bundestagswahl die Wähler manipulieren und Falschmeldungen verbreiten könnten, so wie es schon in der Ukraine-Krise, beim Brexit-Referendum oder den Wahlen in Amerika geschehen ist. Die Diskussion um Bots ist dabei von einer Furcht vor Manipulation und der Beeinflussung des Wahlkampfs mit technischen Mitteln geprägt. Zwar haben sich Union, SPD, FDP, Grüne und Linke schon gegen den Einsatz solcher automatisierter Computerprogramme ausgesprochen, die sich etwa im Kurznachrichtendienst Twitter als reale Nutzer tarnen – aber ein gewisses Restrisiko bleibt. Auch die AfD hat zugesagt, sie nicht für sich zu nutzen.

Die Frage ist aber: Was bringen solche freiwilligen Selbstverpflichtungen? Denn selbst wenn die politischen Parteien tatsächlich auf Social Bots verzichten, kann jeder andere sie losschicken, um massenhaft politische Parolen in den sozialen Medien zu verbreiten – Anhänger wie Gegner, ebenso das Ausland. Besonders groß ist die Sorge, dass Russland sich in die Bundestagswahl einmischen könnte. Ein Alptraum für jeden, der schon einmal Erfahrungen mit russischen Hackern gemacht hat.

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15 Oct

WeChat: die innovative Killer-App aus China mit dem Potenzial zur One-Stop-Plattform

Chinesen können nur kopieren – ein leider immer noch weit verbreitetes Vorurteil. Höchste Zeit, damit aufzuräumen, denn heute kommen die Killer-Apps aus China. Bestes Beispiel: WeChat, eine App, die mal als Messenger App wie WhatsApp angefangen hat und sich in China rasant verbreitet und ständig neue Funktionen gewinnt. Aktuelle Nutzerzahl: über 800 Millionen monatlich aktive Nutzer (MAU) weltweit. Die Company dahinter (Tencent, WKN: A1138D / ISIN: KYG875721634) zählt mit über 200 Milliarden Dollar zu den 25 wertvollsten Unternehmen der Welt.

Doch was macht WeChat aus, was macht die App so erfolgreich und zur Killer-App? WeChat ist das Schweizer Taschenmesser für den digitalen Alltag – und kann weit mehr als jede uns im Westen bekannte Messenger-, Shopping- oder Payment-App. WeChat ist eben alles zusammen: WhatsApp, Skype, Instagram, Facebook, Amazon, Uber und Lieferando. Strategisches Ziel von Tencent-Chef Pony Ma: WeChat soll die One-Stop-Plattform werden, die jeder täglich nutzt – am liebsten rund um die Welt und rund um die Uhr.

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14 Jun

Dark Social: 84 Prozent der Social Media-Shares unter dem Radar

Der Begriff „Dark Social“ tauchte 2012 das erste Mal auf und bezeichnet das Phänomen, dass ein bedeutender Anteil des Traffics, der aus Social Shares stammt, irrtümlich als Direct Traffic gelistet wird. Der Hauptgrund dafür ist die fehlende Weitergabe der Referrals, die Analyse-Tools als Information benötigen, um die Quelle richtig einzuordnen. Wie kommt es dazu?

Ganz einfach: das geschieht beispielsweise beim Gebrauch von Messengern wie WhatsApp oder der Weitergabe eines Links per E-Mail. Dabei handelt es sich meist um für Unternehmen besonders wertvollen Traffic, da hier oftmals persönliche Empfehlungen ausgesprochen werden. Social Media Monitoring stößt hier also an seine Grenzen – und Social Media wird damit systematisch unterbewertet, wofür v.a. der Mobil-Boom mitverantwortlich ist. Continue reading

18 Apr

Facebook-Plugin: Ist Likes sammeln mit dem Like-Button nun verboten?

Das Landgericht Düsseldorf hat in einem aktuellen Urteil den Einsatz des Like-Buttons von Facebook für rechtswidrig erklärt. Noch ist das Urteil nicht in Kraft getreten, für Website-Betreiber könnte es aber unangenehme Folgen haben. Denn der Like-Button von Facebook ist weit verbreitet und wird besonders von Unternehmen gerne genutzt. Konkret ging es in dem Fall um eine Klage der Verbraucherzentrale NRW gegen die Website Fashion ID, die zum Bekleidungshersteller Peek & Cloppenburg gehört. Die hatte über das Page-Plugin die Anzahl der Facebook-Fans der Website eingeblendet. Da es dem Gericht aber vornehmlich um die Sammlung personenbezogener Daten ohne Einwilligung der Nutzer ging, dürfte auch der reguläre Like-Button rechtswidrig sein.

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15 Mar

Instagram: Umstellung auf Algorithmus bedeutet das Ende des chronologischen Feeds – droht die Social Bubble?

Social Network Shooting Star Instagram macht in Kürze Schluß mit dem chronologischen Feed und stellt wie andere soziale Netwerk auf einen eigenen und geheimen Algorithmus um. Dieser Algorithmus soll sicherstellen das den Instagram-Usern das angezeigt werden soll, was sie potentiell am meisten interessiert. Nicht alle Benutzer dürften über diese Änderung glücklich sein.

Doch die Menge der Informationen bedarf auch der Selektion – mit steigenden Nutzerzahlen steigt auch die Menge der geposteten Informationen. Und die Timeline hat zwar Gummiregale, aber die Aufmerksamkeit der User ist eben halt nun mal begrenzt. Insofern ist ein Algorithmus die natürliche Folge des Wachstums eines jeden sozialen Netzwerks oder Services. Facebook setzt schon seit Jahren auf einen derartigen Algorithmus, Twitter hat sich kürzlich dafür entschieden.

Die Idee ist, dass Benutzern nicht mehr ungefiltert chronologisch alles angezeigt wird, was sich seit dem letzten Besuch bei den „Freunden“ verändert hat. Bei vielen Personen, denen man „folgt“, kann dies unübersichtlich werden. Stattdessen soll ein intelligenter Algorithmus die Tweets, Beiträge oder Bilder anzeigen, die den Benutzer potentiell am meisten interessieren – also beispielsweise von Freunden, deren Beiträge er besonders oft anklickt.

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28 Feb

Wer nutzt eigentlich Facebook? Nutzerzahlen für Deutschland (Februar 2016)

Facebook ist in aller Munde, leider gibt es aber zu den Nutzerzahlen keine objektiv ermittelten Nutzerzahlen, wie man sie von der IVW kennt. Daher sind wir auf die (nur sporadisch erfolgenden) Angaben des sozialen Netzwerks angewiesen. Im Februar 2016 war es mal wieder soweit: Facebook hat anlässlich der Eröffnung des neuen Büros in Berlin ein Update zu den offiziellen Facebook Nutzerzahlen für Deutschland veröffentlicht.

Demnach nutzen 28 Millionen Menschen Facebook in Deutschland aktiv, 21 Millionen davon jeden Tag. 24 Millionen Menschen nutzen Facebook mobil, das sind 85% – dies zeigt wie dominant inzwischen die Smartphone-Nutzung geworden ist. 19 Millionen davon sind jeden Tag auf Facebook aktiv, das sind 27% mehr als noch ein Jahr zuvor.

Aktiv bedeutet dabei für Facebook das ein Nutzer sich mindestens einmal in den letzten Tagen angemeldet hat.

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31 Aug

Strategisches Management: Neue Geschäftsmodelle im Zeitalter “Digitaler Transformation” und “Disruption”

Das Thema “Geschäftsmodelle” ist besonders im Kontext der aktuellen Diskussion um die “Digitale Transformation” und “Disruption” ein hochaktuelles Thema, mit dem ich mich beschäftigen möchte, nachdem ich mobil einen sehr interessanten McKinsey Insights-Beitrag gelesen habe. Denn gerade das Thema “Geschäftsmodelle” ruft nicht nur viele Fragen und starkes Interesse hervor, es hat auch zentrale Bedeutung für das Strategische Management.

Gerade in unseren heutigen globalen und sehr dynamischen Märkten spielt auch der Wandel des eigenen Geschäftsmodells und dessen Weiterentwicklung eine (überlebens-)wichtige Rolle. Man kann heutzutage nur durch Innovation nach vorne fliehen und muss dem Wettbewerb immer schon zwei bis drei Schritte voraus sein. Dazu braucht man einen Plan, wie man sein Geschäftsmodell sofort anpasst, wenn der Wettbewerb beginnt, die eigene Strategie und das Geschäftsmodell zu kopieren.

Mit einer derartigen Roadmap in der Schublade – ich nenne sie “Business-Evolution”-Strategie – bleibt man uneinholbar und immer an der Spitze. Fast wie beim Schach – nur ändern sich hier auch die Figuren (=Produkte & Services) und das Schachbrett (Rahmenbedingungen/Makroökonomie). Das macht Business‬ heute so komplex, aber auch spannend und intellektuell anspruchsvoll.

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22 Jun

Smartphones und Social Media: aktuelle Technologie- und Medien-Trends

Das Reuters Institute for the Study of Journalism der britischen Oxford Universität hat die umfangreiche Studie “Digital News Report 2015” vorgelegt. Was in Sachen Mediennutzungsverhalten schon in den vergangenen Jahren als Trend deutlich wurde, hat sich nun sogar noch beschleunigt. Der Nachrichtenkonsum verlagert sich zunehmend aufs Smartphone, Facebook wird immer wichtiger, die Digital-Werbung schwächelt und das Publikum will nicht zahlen. Insgesamt eine schwieriger, aber nicht aussichtslose Situation, denn es gibt auch einen Hoffnungsschimmer.

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16 Jun

Der Buy-Button kommt auf immer mehr Plattformen – was tun als Händler?

Es war einmal: der lokale Handel kämpfte gegen die wachsende Konkurrenz und der eCommerce wurde als große Chance angesehen – insbesondere für den Mittelstand und KMU. Der Tipp so mancher Berater an den lokalen Händler lautete: “Eröffnen Sie doch auch einen Internet-Shop und profitieren Sie von dem riesigen Kuchen – bei dem Megatrend und wenn bald alle im Internet einkaufen ist Umsatz für alle da.” Doch aus dem digitalen Eldorado wurde oft all zu schnell ein finanzielles Fiasko. Hohe Rücksendequoten (von 50-70%), der unausweichliche Preisdruck (gefördert von Preisvergleichsportalen wie ideal0.de, guenstiger.de, etc.), hohe SEO-, Shop-Pflege-, Software- und Wartungskosten sorgten bei vielen Online-Shop-Betreibern für viel Verdruss und ein schnelles Aus. Übrig blieben im Rahmen der beinharten Verdrängungswettbewerb im eCommerce die stärksten und schnellsten Unternehmen. Doch auch denen droht nun neues Ungemach: immer mehr Plattformen erkennen das Potenzial ihres Traffic und monetisieren diesen am liebsten selbst.

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