10 Aug

Online-Werbewährung, Imagewirkung und Social Media

Die aktuelle Diskussion um die “richtige” Werbewährung zeigt wie unterschiedlich On- und Offlinemedien sind – und wie wenig sich dieses Faktum in der aktuellen Diskussion widerspiegelt. Der Erfolg von Onlinemedia-Schaltungen sollte, so die klassischen Portalbetreiber (zumeist Ableger der großen Verlagshäuser) am besten mittels TKP, PI oder Verweildauer gemessen werden. Doch die Kunden sind immer mehr an Performance Marketing interessiert und wollen nur für Klicks bezahlen. Das stört Anbieter wie Tomorrow Focus.

Der Chef des zweitgrößten deutschen Onlinevermarkters Tomorrow Focus , Stefan Winners argumentiert: “Viele schauen nur auf Klicks, obwohl nur ein ganz kleiner Teil der Nutzer überhaupt klickt” (FTD). Laut Zahlen des US-Marktforschers Comscore klickt allerdings nur ein kleiner Bruchteil der Onlinenutzer tatsächlich auf Werbebanner. Nur acht Prozent der Nutzer generieren demnach mehr als 80 Prozent der Werbeklicks. Die Mehrheit, die die Anzeigen sieht, aber nicht anklickt, wird bei der Beurteilung des Kampagnenerfolgs also nicht einbezogen. Die Steigerung von Imagewerten wird damit in den meisten Fällen nicht gemessen.

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19 Apr

Social Branding: der nächste Schritt nach dem Social Media Newsroom

Social Media Newsrooms sind derzeit eine Entwicklung, die beweist, wie relevant das Thema “Social Media” in Unternehmen geworden ist. Der Treiber hinter dieser Entwicklung ist v.a. das geänderte Mediennutzungsverhalten und die Erwartungshaltung insbesondere jüngerer Internetnutzer. Doch was kommt nach dem Social Media Newsroom, der meist im PR-Bereich angesiedelt ist?

Ich nenne es Social Branding, eine neue Form der Markenbildung (Stichwort: Marke 2.0), die nun die Organisation als Ganzes erfasst und jeden Mitarbeiter einbindet. Best practices gibt es dazu bisher v.a. in USA. Das neue Conversational Marketing setzt dabei auf höchst kommunikative Branding-Strategien, wie sie z.B. Nike nutzt. Zielgruppen und Konsumenten werden zu Community-Mitgliedern, die eine potenziell viel engere und viel interaktivere Beziehung zum Unternehmen und seinen Marken haben.

Heute ist die one-to-many-Kommunikation ein aussterbendes Modell und ein monologbehaftetes, Einweg-Markenbild nach dem Motto “We make, you take. We speak, you listen.” nicht mehr angesagt. Marken führen heute Dialoge und sind Teil der Action – sie müssen hellwach und rund um die Uhr geführt werden, denn nur so lassen sich die wichtigen Kundenpotenziale heben, die letztendlich zum Kult und Kauf führen.

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